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Eine natürliche Schwachstelle der Bauchwand befindet sich im Leistenkanal. Durch diesen Kanal verläuft beim Mann der Samenleiter, bei der Frau das zarte Mutterband. Bei Männern treten Leistenbrüche viel häufiger auf als bei Frauen. Ein Nabelbruch hingegen ist die Folge einer schlechten Verwachsung des Bauchnabels bei Kindern. Bei Beschwerden sollte er operiert werden. Narbenbrüche treten ausschließlich an Operationsnarben auf. Hier kann auch viele Jahre nach einer Operation ein Bruch entstehen.

Zunächst zeigt sich eine Vorstülpung und eventuell klagt der Patient über leichte Schmerzen.
Wird der Bruch nicht behandelt, vergrößert er sich immer mehr und kann sogar gefährlich werden.

Ein Bruch dieser Art heilt niemals von alleine. Wird der Bruch nicht operiert, erweitert sich die Bruchstelle, und es kann zu Beschwerden oder sogar zu einer Einklemmung kommen. Deshalb sollten Brüche frühzeitig operiert werden, zumal die Risiken bei einer Bruchoperation minimal sind.

Leistenbruch, Nabel- und Narbenbrüche

Ein Bruch kann im klassischen Verfahren vernäht werden oder alternativ mit einem Kunststoffnetz versorgt werden, um einen spannungsfreien Verschluss zu ermöglichen. Bei der endoskopischen oder Schlüssellochtechnik werden die chirurgischen Instrumente durch sehr dünne Führungshülsen in den Bauchraum eingeführt. Der Bruch wird zurückgestülpt und auf die Bruchlücke wird ein Netz aufgelegt.

Bei direkter Naht oder mit Netzeinlage darf man für mindestens 6 Wochen keine schweren Lasten heben. Beim "Schlüssellochverfahren" darf man sich nach 2 Wochen wieder voll belasten.